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Erfahrungen und aktuelle Daten
aus unserem Testgebäude "Mirasogno"

Die schneereiche und sonnenarme Heizperiode Winter 08/09 ist vorüber und unser Testgebäude Mirasogno läuft nun bereits seit Mitte März wieder im "Sommerbetrieb".

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Neues Bauvorhaben

Mit Beginn des 2. Quartals 2009 haben wir die Realisierung unseres MiraSolaris Forschungszentrums in erste konkrete Planungungsschritte umgesetzt.

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Solarthermische Stromproduktion

Nachdem die Bemühungen ein optimales Strommodul zur Ergänzung unseres Heizsystems zu finden, fehlgeschlagen sind, haben wir uns entschlossen, ein eigenes Forschungsprojekt zu starten.

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Solare Kühlung

Die Entwicklung des Icebooks erweist sich als weit kosten- und zeitintensiver als angenommen.

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Neue Grafische Darstellung

Neue Grafische Darstellung des MiraSolaris-Eco-Habitat System.

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musterhaus - mirasogno
abschlussbericht (3.3.2008)

  • Forschungsbereich: "Solares Bauen"
  • Projekt: MiraSolaris-Sonnenhaus-Technik, Pilotprojekt Mirasogno, Piemont Italien, 800 m ü.M.
  • Projektauslegung:
    • Neubau, Massivbauweise 80 m2 Wohnfläche auf zwei Geschossen
    • Aussenwände Holzspanmantelstein 30cm
    • Fenster Dreifachverglasung
    • Klimahausstandard B, Gebäudeheizenergieverbaruch 30 kWh/a/m² = 2400 kWh/a
    • 25 m3 Erdspeicher ohne Grundwasserführung
    • 20 m3 Aussenwandspeicher zur Wärmedämmung
    • 2 m3 Innenwandspeicher zur Heizungsunterstützung
    • 15 m² Fussbodenheizung zur Heizungsunterstützung
    • 1 Pelletzimmerofen 8 kW zur Spitzenlastabdeckung
    • 12 m² Vakkuumröhrenkollektoren DRC10, Südausrichtung, 34° Aufstellwinkel
    • 300 l Brauchwasserboiler

     

    3.3.2008 Abschlussbericht Heizperiode 2007/2008

    Das erste Pilotprojekt von MiraSolaris zur Vorstellung und praktischen Erforschung der MiraSolaris AWD-Technologie zur Gebäudehüllflächenerwärmung sowie Kurz-und Langzeitspeicherung von thermischer Solarenergie wurde am 21.6.2007 fertiggestellt und mit 3 Stk. Diffuslichtkollektoren DRC 10 von AMK-solac in Betrieb genommen.


    Während der Sommermonate wurde die gesamte Energie der Kollektoren in den Erdspeicher eingebracht und hat diesen bis zum Beginn der Heizperiode auf ca. 33° Celsius erwärmt.


    Am 15.10.07 wurde bei Aussentemperaturen von unter +10° Celsius auf Winterbetrieb umgestellt, d.h. die Erdspeicherbeladung beendet und die Tagesspeicher (Innenwände, Aussenwände sowie Brauchwasserboiler) solar beladen. Der Erdspeicher dämmt nun während der gesammten Heizperiode das Gebäude gegen das Erdreich und erreicht über die Gebäudegründungsplatte zumindest bis zur Mitte der Heizperiode einen gewissen zusätzlichen Energieeintrag in das Gebäude.


    Bis zum Jahreswechsel 2007/2008 hat sich herausgestellt, dass mit den installierten Kollektoren bis zu einer Aussentemperatur von +5° das Gebäude in durchschnittlich sonnigen Perioden zur Gebäudeklimatisierung auf einem Temperaturniveau von 19° Celsius keine weitere Heizenergie benötigt. Dies ist wesentlich auf die hohen Diffuslichtkollektorerträge des DRC 10 und den systembedingt hohen Kollektorwirkungsgrad von über 70% zurückzuführen.


    Um auch den Aussentemperaturbereich bis -5°Celsius weitgehend heizungsfrei abdecken zu können sowie eine Brauchwassererwärmung mit 70% Deckungsgrad sicherzustellen wurde die Kollektorfläche verdoppelt, so dass seit 1.1.08 nun 12 m² AMK-Vacuumkollektoren Energie für die Gebäudeklimatisierung bereitstellen.


    Mit einem Kollektor-/Wohnflächenverhältnis von ca. 1:8 wurde in der Folge erreicht, dass die Temperatur des Aussenwandbetonkerns nahezu durchgängig ca. 2° Celsius über der Raumtem-peratur gehalten werden konnte, um dadurch, wie beabsichtigt, die Wohnraumtemperatur auch an kalten Tagen auf mindestens 17° Celsius zu halten.


    Erfahrungsgemäss wird ja bei einer Gebäudeklimatisierung mit hohem Strahlungswärmeanteil, wie im Sonnenhaus durch die temperierten Böden, Wände und Decken im ausgeführt, eine Raumtemperatur von 18,5° Celsius bereits als sehr behaglich empfunden.


    Bis zum 1. März 2008 wurden dann zur Erreichung dieser um 1,5°Celsius erhöhten Raum-temperatur zusätzlich 120 kg = 600 kWh Pellets im Wert von ca. EUR 30.- verbraucht sowie an 20 Tagen das Brauchwasser elektrisch nachgeheizt. Diese Nachbeheizung durch Pellets war aber lediglich in der Zeit von 15.12.07 – 15.2.08 erforderlich, die „Heizperiode“ hat sich also von sechs auf zwei Monate reduziert.


    Die prospektierte 50% -ige Heizenergieeinsparung konnte also im konkreten Falle eines relativ milden Winters weit übererfüllt werden und das, obwohl der der Erspeichers erst ab Juli mit nur drei Kollektoren beladen wurde.


    Am 3.3.2008 wurde das Gebäude nun bereits wieder auf Sommerbetrieb umgestellt, das heisst der Ladezyklus des Erdspeichers wird sich im laufenden Jahr sicher mehr als verdoppeln und so kann dann seine positiver Beitrag für den Systemwirkungsgrad weiter erforscht werden.

     

    Siehe auch